5. Biennale der Phantastischen Kunst in Viechtach (DE)

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„Zentrum Bayerns der Phantastischen Kunst“ – so wird die Bayerwaldstadt Viechtach zu Recht genannt. Seit mehr als 10 Jahren hat sich die kulturaffine Stadt im Bereich Kunst dieser Nische verschrieben – mit großem Erfolg. Namhafte Künstler aus aller Welt aus dem Bereich der Phantastischen, Magischen und Visionären Kunst waren schon in Viechtach zu erleben. Diesen Herbst steht ab 15. September die 5. Biennale der Phantastischen Kunst mit der Künstlergruppe Libellule an. Das vielsprechende Motto lautet „Gottheiten – Halb Mensch, halb Tier“. Der Auftakt zu dieser Kunstkollektion fand im Grand Palais in Paris statt.

Vor 12 Jahren gründete der gebürtige Tscheche Lukáš Kándl, Jahrgang 1944, der seit vielen Jahren in Frankreich lebt und wirkt, die Künstlerbewegung „Libellule, Zeitgenössische Renaissance“. Dabei versammelt Kándl die weltweit besten Künstler aus dem Bereich des Magischen Realismus um Werte, die ihm wichtig sind: Offenheit, Gruppengeist, Qualität und Schönheit. Kándl gibt dabei den Mitgliedern seiner Gruppe jedes Jahr ein Thema und ein Format vor, um eine neue Kollektion anlässlich der großen Kunstausstellung „Art en Capitale“ im Pariser Grand Palais zu präsentieren. Es ist eine weltweite Einmaligkeit, dass an die 20 Künstler dieser Vorgabe Kándls nachkommen, sind Künstler doch von Natur aus eher Individualisten. Ergebnis jeder Kunstkollektion ist ein Gesamtkunstwerk, bestehend aus einer Vielzahl von individuellen Interpretationen. Die internationale Ausrichtung der Gruppe, ebenfalls eine Seltenheit in der Kunstgeschichte, ermöglicht dem Publikum die Besonderheiten der kulturellen Unterschiede zu den bestimmten Themen, die sich auf die Entwicklung unserer Gesellschaft beziehen, zu entdecken.

Das Motto „Halb Mensch, halb Tier“ interpretiert Lukáš Kándl als Ideengeber wie folgt: „In den Traditionen zahlreicher Länder begegnen wir oft sonderbaren Wesen, halb Mensch, halb Tier, die uns aufgrund ihrer oftmals gefährlichen Macht faszinieren. Sachmet, die Kriegsgöttin, verbreitete gefürchtete Epidemien, aber sie hatte auch die Fähigkeit, Krankheiten zu heilen. Die Sirene ist eine zauberhafte Frau, die wunderschön singen kann und unwiderstehlich zu verführen vermag, derart, dass ihr Gesang geradezu verzaubert und den Matrosen dazu bringt, ihr bis in die Tiefen des Ozeans zu folgen. Oder die Medusa mit ihrem Schlangenhaupt, die jeden zu Stein erstarren lässt, der es wagt, sie zu betrachten. Jeder Künstler offenbart uns hier seine Lieblingsgottheit, die, die ihn verführt, die ihn erschreckt und gewährt uns seinen intimen Einblick in diese mythischen Figuren.“

Die Künstler von Libellule, die ihre „Gottheiten“ in Viechtach präsentieren, sind: Leon Ariev, Russland/Deutschland; Anne Bachelier, Frankreich; Patrizia Comand, Italien; Raffaele De Rosa, Italien; Zoran Ivanovic, Serbien; Alexandra Jontschewa, Bulgarien/ Deutschland; Lukáš Kándl, Tschechien/Frankreich; Andrzej Malinowski, Polen/Frankreich; Hans-Peter Müller, Deutschland; Martin Oscity, Slowakei/Deutschland; Carlos Antonio Sablón Pérez, Kuba; Reinhard Schmid, Deutschland; Eli Tiunine, Polen/Frankreich; Gisela Verdessi, Chile; Pavel Žáček, Tschechien; Siegfried Zademack

Vernissage: 15. September 2018, 19.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 15. September bis 4. März 2019

Text: Tourist-Information Viechtach; Abbildung: © Lukáš Kándl, „Sphinx Alchimique“

 

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