artbydikmayer swiss 2014

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© Georg BuhlSchon zum dritten Mal schickt sich Joachim Dikmayer, bekannter Berliner Galerist und Organisator von Internationalen Kunstmessen, auf seiner 3. artbydikmayer in der Schweiz an, die Fachwelt und das Publikum gehörig zu verwirren. Aus diesem Grund hat er eigens auf seine jährliche Berliner Exposition verzichtet, um sich mit voller Kraft der Präsentation seiner von ihm vertretenen Künstler zu widmen.
Gezeigt werden Werke des phantastischen Realismus und zeitgenössischer Kunst von Ernst Fuchs und Rudolf Hausner aus Wien (A), Steve Amboss aus Steffisburg (CH) , Georg Buhl aus Kassel (D), Ivan Ferencak aus Burgau (D), Lothar Gericke, Torsten Gebhardt, Hartwig Jacoby, Bernd Schiller, alle aus Berlin (D), Jörn Hanitzsch aus Cottbus (D) und Linde Zimmer aus Weimar (D).
Und damit gleich zum ersten Knüller: Wer glaubt, diese Werkschau wieder im Ausstellungszentrum Liestal nahe Basel, Gerberstrasse, anzutreffen, der irrt diesmal ganz gewaltig.
Die aktuelle Exposition findet in der altehrwürdigen, im neogotischem Stil errichteten Elisabethenkirche zu Basel statt, einem Ort, der für jeden Aussteller zur echten Herausforderung wird. Damit verbunden ist Wunsch und Hoffnung, die Galerie Dikmayer möge diesem Anspruch auch gerecht werden.
Damit auch gleich zur zweiten Überraschung: Die durchaus bunte, was ihre Stilrichtungen und Maltechniken betrifft, aber nicht schrille Truppe präsentiert sich nicht nur allein mit Exponenten des Internationalen Phantastischen Realismus der ersten und zweiten Generation, sondern sowohl mit Vertretern der gegenständliche als auch der abstrakten modernen Malerei verschiedener Provenienz.
So philosophiert z.b. Torsten Gebhardt mit „Im Schein“ in der Kirche über die Wahrheitskriterien der drei großen Weltreligionen, während Ivan Ferencak aus Kroatien, ebenfalls in den alten Meistern orientiert, mit ikonograhischen Zitaten ins Surreale verschwimmende Geschichten zu erzählen weiß. Bei Hartwig Jacoby kann man buchstäblich Bauklötze stauen, wenn sich der Künstler mit geometrischen Versuchen von Friedrich Fröbel, der übrigens als Reformer in der Schweiz sehr großen Erfolg hatte, malerisch auseinandersetzt. Eine Stilrichtung, die modifiziert auch von Lothar Gericke repräsentiert werden wird. Bernd Schiller, der sich momentan der Installationsmalerei mit beweglichen Elementen verschrieben hat, ist mit „Kontrollierte Veränderung black and white“ vertreten.

Bleibt also nur noch eine Konfusion zu klären: Wann findet die Vernissage statt? Am 22. August in der Elisabethenkirche. Alle klar, Herr Künstlerkommissar? Also, nicht lange verwirrt sein, sondern hingehen!
Vernissage: 22. August 2014, 18:00 Uhr, Elisabethenkirche Basel
Ausstellungsdauer: 19. August bis 14. September
Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 10 – 21 Uhr, Samstag 10 – 18 Uhr, Sonntag 13 – 18 Uhr

Text und Foto: Joachim Dikmayer, Abbildung: © Georg Buhl, Das Überraschungsei, Öl auf Leinwand, 100 x 140cm

 

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