Atelierbesuch bei Jana Blum-Zimova

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Nachdem Jürgen Bickel aus Nürnberg, langjähriger Kurator für „phantastische Kunst“, seine letzte Ausstellung 2019 beendet hat, hat er es sich nun zur Aufgabe gemacht, jungen Künstlerinnen und Künstlern, die dem Genre der „phantastischen Kunst“ angehören, einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, sie zu unterstützen und zu fördern. 

Bei einem Atelierbesuch lernte er die in Tschechien geborene Künstlerin Jana Blum-Zimova kennen. Sie lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Nürnberg und hat dort auch ihr eigenes Atelier. Jürgen Bickel war sofort von ihren Arbeiten begeistert, vor allem beeindruckend fand er ihre großformatigen Öl- auf Leinwand Arbeiten. 

Jana Zimova, verheiratete Blum, besuchte vor ihrer Einreise nach Deutschland die Hochschule für Kunst und Grafik (SUSG), von 2003 bis 2007 in Jihlava, (Tschechien), danach studierte sie bis 2013 an der Universität in Pilsen, an der Ladislav-Sutnar-Fakultät für Design und Kunst und schloss ihr Studium mit dem Magister Artium (M.A.) ab.

Betrachtet man die Arbeiten von Jana Zimova, so könnte man sie zunächst in die magisch realistische Richtung, oder evtl. in den Symbolismus oder gar in den imaginären Realismus eines Caspar David Friedrichs bis hin zu Picasso in der Frühzeit einordnen. Wie ich finde, trifft all dies auf Jana Blum-Zimovas Arbeiten zu- oder aber auch nicht!

Wie ich im Gespräch bei meinem Atelierbesuch von Jana Blum-Zimova  erfahren habe, wählt sie ihre Motive aus dem aktuellen Alltagsgeschehen aus und verbindet sie mit den Mythen überwiegend aus dem „südamerikanischen oder dem asiatischen Raum“. Sie verarbeitet ihre Träume und Illusionen mit der Wirklichkeit, die aber häufig mit dieser kollidieren.   

Ich sehe deshalb ihre Arbeiten in der Tradition und Nachfolge der „Neuen Sachlichkeit“ oder besser noch, des „Veristischen Surrealismus“, der das Naturalistische, also die Genauigkeit, die alltägliche fordernde Wahrheit mit bizarren, surrealen Traumlandschaften, Illusionen, Fantasiegebilden mit Menschen und /oder Tieren verbindet. Wie etwa das Max Ernst, YvesTanquy, Salvadore Dali oder Renè Magritte bereits ab den 20er Jahren schon auf die Leinwand brachten.

Liebe Community der „phantastischen Kunstszene“, ich denke, ich konnte durch meinen Atelierbesuch einen kleinen Einblick oder Impressionen aus dem Schaffen und Werk der Künstlerin Jana Blum-Zimova wiedergeben. Ich hoffe, ich habe einige Künstlergruppen oder Galeristen aufmerksam und neugierig auf die spannenden Arbeiten der jungen Künstlerin machen können und würde mich sehr freuen, wenn evtl. eine Ausstellung in einer Galerie oder Ausstellungsbeteiligung mit einer Künstlergruppe zu Stande käme.

Einen ersten Erfolg kann ich schon verbuchen; die internationale Künstlergruppe „IMAGO“ hat Jana Blum-Zimova zu ihrer nächsten Ausstellung als „Gastkünstlerin“ eingeladen.

Text: © Jürgen Bickel; Abbildung: © Jana Blum-Zimova, „Das Geschenk“, Öl auf Leinwand

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