Boris Koller in der Pasinger Fabrik (D)

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Die Gemälde Boris Kollers (geboren 1969 in Wien) sind manchem aufmerksamen Münchener Beobachter nicht mehr gänzlich unbekannt. Seit 2002 sind sie etwa in den jährlichen Ausstellungen im Haus der Kunst zu sehen.
Er erhielt den hausderkunst-Preis für 2007 für das Bild „Richtung Gradenscharte“, das nun im Lichthof der Pasinger Fabrik gezeigt wird. Dort werden über den Jahreswechsel 2012 zahlreiche Arbeiten des außergewöhnlichen Malers in sämtlichen Räumen des Hauses zu sehen sein.

Landschaften, Motive vor allem aus dem Österreichischen und aus Nordnorwegen, barocke Mumien, Menschen und Götter, nichts aus der Illustrierten, alles aus eigener Anschauung, sind seine Motive. Bis zu drei Jahre steht ein solches Gemälde bei Boris Koller auf der Staffelei. Der immense Arbeitsaufwand zeigt sich nicht unbedingt in Detailreichtum, die Bilder sind vielmehr genauestens durchdacht und malerisch komponiert.

Angesichts seiner bildnerischen Werke könnte man sich die Frage stellen, „ob Malerei immer Kunst sein muss“, wie Boris Koller es formuliert. Er sieht sich selbst nicht als „zeitgenössicher Künstler“ im heute üblichen Sinne, sondern als Maler, Komponist und Musiker mit zeitloser und nicht an vorübergehenden Geschmacksrichtungen orientierter Ästhetik.

Das Profil der Pasinger Fabrik ist es, nicht nur Galerie, sondern umfassendes Kulturzentrum zu sein. Das ermöglicht dem Veranstalter auch, diese außergewöhnliche Schau zu realisieren. Außergewöhnlich auch im überregionalen Sinne: Die Schau wird im März 2013 von der renommierten Edsvik Kunsthalle bei Stockholm (S) übernommen.

Vernissage: 12. Dezember 2012, 19:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 12. Dezember 2012 bis 27. Januar 2013
Öffnungszeiten: täglich außer Mo, 16:00 – 20:00 Uhr
Begleitveranstaltung: Konzert mit Boris Koller und Oliver s.Tyr am 16. Dezember 2012, 20:00 Uhr

 Text: Pasinger Fabrik, Foto: © Boris Koller

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