Daniela Wolter in Hamburg (D)

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Unter dem Titel „Wandlungen“ zeigt die Künstlerin Daniela Wolter im Toulouse Institut in Hamburg (D) eine Auswahl ihrer Ölbilder.

Was braucht ein Bild oder ein Lied, damit es entstehen kann? Ein Traum, um erschaffen zu werden? Hingabe an den Prozess der Entstehung. Vertrauen in sich selbst. Mut, den Hindernissen und Abgründen in uns zu begegnen, die dem Vertrauen im Wege stehen. Mut, Licht ins Dunkel der reichen Palette unserer Empfindungswelten zu bringen. Mut, sie zu ergründen, als Teil unseres Seins anzunehmen und ans Licht der Welt zu bringen.

In meiner Arbeit als Kunst- und Ergotherapeutin in einer psychosomatischen Klinik treffe ich oft auf Menschen, die in ihrer Kindheit gelernt haben, dass sie nicht malen können. Ein Schulsystem, das auf Konkurrenz beruht, und sich anmaßt, die Ausdrucksfähigkeit eines Kindes mit Zahlen beurteilen zu können, lässt viele kreative Seelen mit verkrüppelten Flügeln zurück, die nicht mehr den Mut aufbringen, sich hinab in die grenzenlosen Räume ihrer Abgründe zu schwingen oder hinauf in die der Fantasie. Die Last eines negativen Selbstbildes und die Übernahme von Glaubenssätzen aus der Kindheit wiegen manchmal einfach zu schwer.

Hätte ich jemals darauf gehört, wie ein Haus auszusehen hat oder dass es doch nicht schön ist, so dunkle Bilder zu malen, hätte ich mich vermutlich nie getraut, freiwillig einen Pinsel in die Hand zu nehmen. Ich hatte aber einfach das Glück, dass meine kreative Neugier und mein Wunsch, Welten zu erschaffen und meine Seelenwelten sichtbar zu machen größer waren, als die Angst, an meiner Unfähigkeit scheitern zu können. Und so begleitet die Ölmalerei nun schon gut 20 bunte Jahre lang mein Leben. Nicht enden wollende Nächte in denen sich meine Malerei immer wieder verwandelte und ich mich mit ihr. Ungezählte Stunden der Zeitlosigkeit und Augenblicke, in denen Schmerz zu Schönheit wurde und Schönheit sich zu bloßem Sein relativierte oder in Selbiges aufstieg, waren damit verbunden.

Einen musikalischen Ausdruck für solch einen „Tanz ins Licht“ hat Komponistin, Texterin und Sängerin Ohelia gefunden, die einen Ausschnitt aus ihrer gleichnamigen CD (www.licht-zeit.de) zur Eröffnung meiner Ausstellung am 16. September mit einer Performance im Café des Toulouse intensiv hör- und fühlbar machen wird.

Die junge Poetin Birte Heuser hat sich von einigen meiner Bilder inspirieren lassen und bedeutungsvolle Gedichte dazu verfasst, die Teil der Ausstellung sein werden.

Vernissage + Performance: 16. September 2017, 18.30 Uhr
Ausstellungsdauer: 16. September bis 31. Dezember 2017

Text und Abbildung: © Daniela Wolter

 

Ein Gedanke zu „Daniela Wolter in Hamburg (D)

  • 07.09.2017 um 15:37
    Permalink

    Liebe Sigrid,
    vielen Dank für’s Veröffentlichen meiner Ausstellungsankündigung und vieler weiterer zuvor. Ich würde mich so freuen, wenn mal jemand zu einer meiner Eröffnungen kommen würde und mir sagen würde, dass er hier davon erfahren hat!

    Bunte Grüße in die weite Welt!
    Daniela

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