Die Aufhebung der Macht der Schwerkraft

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Die Galerie im ersten Obergeschoss des Phantastenmuseum Wien (A) war Schauplatz einer Eröffnungsmatinee zu einer Einzelausstellung wie man sie selten zu sehen bekommt.
33 zum Teil großformatige Originale des international bekannten Bremer Künstlers Siegfried Zademack (D) erwarten den kunstinteressierten Besucher mit Vorliebe für Realismus gepaart mit surrealistischen Elementen und Symbolik. Der Titel der Ausstellung „Die Aufhebung der Macht der Schwerkraft“ deutet unmissverständlich auf eine Thematik hin, die sich wie ein roter Faden durch Zademacks Werk zieht. Die Schwerkraft, jene Kraft, die den Menschen daran hindert Leichtigkeit zu leben, findet sich in vielen Bildern von Siegfried Zademack symbolisiert in Form von Gewichtsstücken wieder.
Trotz dem sich der Künstler in seinen Werken häufig mit den unerfreulichen Verstrickungen, Zwängen und Stimmungen des Mensch-Seins auseinandersetzt, schaut man sie gerne und lange an. Das liegt zum einen an der ästhetischen Komposition und zum anderen an der handwerklich perfekten Umsetzung der Motive, die akribisch bis ins kleinste Detail ausgearbeitet sind.
Eröffnet wurde die Ausstellung –  im Beisein des Geschäftsführers des Phantastenmuseums, Erich Peischl – von Kurator Gerhard Habarta. In seiner Rede ging er auf das Schaffen Zademacks ein und übte einmal mehr mit provokativen Passagen berechtigte Kritik am heutigen Kunstmainstream.
Wie bei jeder Ausstellungseröffnung im Phantastenmuseum waren auch diesmal wieder zahlreiche Künstler gekommen. Besonders schön war, dass einige Besucher – man könnte fast sagen: „Fans“ – extra für diese Ausstellung aus Deutschland, teilweise aus dem hohen Norden, angereist waren.
Die Matinee verlagerte sich im Anschluss ins Café Palffy, das sich wie das Phantastenmuseum selbst ebenfalls längst als Künstlertreffpunkt etabliert hat.

Fotos: © Sigrid Nepelius

 

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