Ein Leben stetig in Bewegung

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Peter Klitsch, Selbstporträt mal 3Peter Klitsch zum 80. Geburtstag

Lässt man das Leben des österreichischen Malers Peter Klitsch in Gedanken Revue passieren, könnte dieses kaum spannender und facettenreicher sein.

So suchte er neben seiner geliebten Malerei auch immer wieder das Abenteuer auf vielfältige Art und Weise. Er reiste schon früh per Autostopp vom südlichen Ende Italiens bis in die eisigen Regionen des hohen Nordens. Er erlernte das Segeln und die damit verbundenen Navigationskenntnisse und er war und ist es noch heute, ein begeisterter Segler. Als Pilot eines Kleinflugzeugs nahm er 1992 an einem Flugrennen rund um die Welt erfolgreich teil und auch der Autorennsport gehörte zu den vielseitigen Sportarten, die ihn immer wieder aufs Neue in ihren Bann zogen. Es ging ihm einfach immer wieder getreu seinem Lebensmotto „Nur das tun, was wirklich Spaß macht“ darum, möglichst viele Träume zu verwirklichen.

Auch in seinen Bildern, in denen immer wieder Träume und Melancholie ihre Vormachtstellung gegeneinander zu behaupten versuchen, schlägt sich diese Philosophie nieder. Sehnsucht nach der unbekannten Ferne, Gedanken an noch nie gesehene Welten beflügelten von jeher seine Phantasie. Aber immer wieder wird in seinen Bildern auch Fremdes wieder so vertraut, dass man sich ein um das andere Mal in das mancherorts so geheimnisvolle, malerische Wien zurückversetzt glaubt.

Peter Klitsch studierte 1950 bei Prof. Eduard Bäumer an der Akademie für angewandte Kunst in Wien und setzte seine Studien 1954 an der Königlichen Hochschule in Stockholm fort. Zahlreiche Ausstellungen rund um den Erdball begleiteten seinen Künstlerischen Lebensweg.

Im Jahre 1962 war er gemeinsam mit Kurt Regschek und Richard Matouschek an der Gründung der legendären Galerie „Zur silbernen Rose“ in Wien beteiligt und wurde in dem Standardwerk von Johann Muschik über die „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“ in den Kreis jener für Österreich so typischen Kunstrichtung aufgenommen.

Heute lebt der Künstler zusammen mit seiner Frau, der japanischen Fotografin Mihoko in Stiefern, einem romantisch gelegenen kleinen Ort in Niederösterreich. Seine Leidenschaft die Malerei begleitet weiterhin sein Leben und gerade ist er wieder in der Ausstellung „Zauber der Landschaft“ als Gast von Schlossherrin Frau Francesca Gräfin Pilati von Thassul zu Daxberg auf dem nicht so weit entfernten Schloss Riegersburg vertreten.

Einen ganz herzlichen Glückwunsch und alles Gute für den weiteren Lebensweg.

Günter Westermann

Text: Günter Westermann (Phantastik in der Box – Sammlung Westermann)
Abbildung: Peter Klitsch „Selbstporträt mal 3“ / Öl auf Holz

 

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