Ernst Fuchs verstorben

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Ernst Fuchs, Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus, ist heute morgen in Wien gestorben.

Fuchs studierte an der Wiener Akademie der bildenden Künste bei Albert Paris Gütersloh. Er fand Inspiration in der altmeisterlichen Malerei und dem Surrealen, seine Werke sind großteils von religiösen und mythologischen Themen beeinflusst.Aber nicht nur in der Malerei schuf er Außergewöhnliches, Ernst Fuchs war ein herausragender Künstler, Grafiker, Architekt und Visionär und in seinem Schaffen äußerst vielseitig. Sein Gesamtwerk beinhaltet unzählige Gemälde, Skulpturen, Grafiken und Architekturprojekte, aber auch Gedichte, Kompositionen, Buchillustrationen, zahlreiche Bühnenbilder, sogar Entwürfe für Möbel, Tapeten, Teppiche, Schmuck und vieles mehr.

Den Künstlern die mit Ernst Fuchs Kontakt hatten, wird er als guter Lehrmeister in Erinnerung bleiben, viele von ihnen hat er inspiriert und ihre Arbeitsweise bleibend geprägt.
Er war ein sehr humorvoller Mensch, seine Vorliebe für Wienerlieder, die er bei verschiedenen Gelegenheiten zum Besten gab, war Ausdruck davon. Aber auch seine nachdenkliche, ernsthafte und visionäre Seite beeindruckte – stets war er für philosophische Gespräche zu begeistern, egal ob zu religiösen Themen, zur Kunst oder zum aktuellen Weltgeschehen.

Mit Ernst Fuchs verliert die Familie der Phantastischen Künstler eine ihrer zentralen Figuren, einen beständigen Wegbereiter und hochgeschätzen Kollegen. Wir werden ihn vermissen.

Abbildung: © Sigrid Nepelius

 

Ein Gedanke zu „Ernst Fuchs verstorben

  • 11.06.2016 um 19:47
    Permalink

    Some personal reflections today, since I was asked to relate something from my perspective, having known Ernst Fuchs in the later years.
    „It came as a great shock to me to find out (shortly after November 9th 2015) that Ernst Fuchs passed away. I was very sad. Rest In Peace dear Ernst!
    Our „painter prince“ Ernst Fuchs – known for its colorful surreal imagery – has died at the age of 85 in Vienna. Fuchs, who was since childhood a drawing prodigy – already at the age of 15 he produced mature work – was co-founder of the Vienna School of Fantastic Realism.
    I had the privilege to have been a studio neighbor of Ernst at the Palais Palffy for a few years, spending time in conversations (me mostly listening) and singing Viennese folk songs together at the top of our lungs downstairs in the Cafe to the amusement of the patrons. Everybody in Vienna knew him, he was very friendly and patient with people. Fluent in English and French he would talk to visiting tourists and was always ready taking selfies, though he hated flash, so I warned people not to take flash pictures.
    I was very sad when he passed away, because I vividly remember when last I visited him at the Villa – he was ailing then and in sickbed, but he was always happy to even then greet visitors. That day, I think sometime late October, he appeared tired, and I had some errands to run, so I said I come back on the weekend again. As faith would have it, I had a health problem shortly thereafter and could not visit.
    Then the shock: I got news that he passed away!“

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