Magische Augenblicke im Phantastenmuseum Wien

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Die am Samstag Vormittag eröffnete Ausstellung des österreichischen Künstlers Hanno Karlhuber lockte viele Kunstinteressierte ins Wiener Phantastenmuseum, die sich von der „Magie des Augenblicks“ verzaubern lassen wollten. Der Titel der Ausstellung ist übrigens hervorragend gewählt, Karlhubers Werke sind Momentaufnahmen von Stimmungen oder Situationen – in gedämpftes, oft nächtliches, Licht getaucht wirken sie magisch oder vielleicht manchmal auch ein wenig beklemmend, irritierend. Irritation ist übrigens etwas, das Hanno Karlhuber in seinen Bildern bewusst einsetzt. Dazu bedient er sich gerne eines häufig in seinen Arbeiten zu findenden Motivs – der Fliege. Überdimensional groß und äußerst detailreich begegnet sie dem Betrachter an Hauswänden, im Wald und sogar am Lagerfeuer.
Der „Maler der Einsamkeit“, wie Gerhard Habarta den Künstler in seiner Laudatio bezeichnet, zeigt aber auch von seiner zweiten Heimat Thailand inspirierte Bilder und Aquarelle. Hier findet man Einsamkeit nicht als trauriges Gefühl, sondern eher als Zeichen der Verbundenheit mit der Landschaft und der Natur, vielleicht auch als Ausdruck von Freiheit.
Hanno Karlhuber war es, wie er in seiner Rede anmerkte, wichtig, mit dieser Ausstellung in Erinnerung zu rufen, dass er nicht nur Kurator, sondern vor allem Maler ist. Ohne Untertreibung kann sagen, dass ihm dies mit dieser harmonischen Werkschau bestens gelungen ist.

Fotos: © Sigrid Nepelius

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Ein Gedanke zu „Magische Augenblicke im Phantastenmuseum Wien

  • 05.11.2012 um 10:34
    Permalink

    Lieber Hanno,
    Für mich gewinnt die Aussagekraft Deiner Bilder an Bedeutung, weil ich auch den Künstler Hanno Karlhuber glaube zu kennen. Beides, die Bilder und die Person sind in der Lage ein wenig Ruhe in unsere hektische Zeit zu bringen.
    Für die Ausstellung, zu der ich leider nicht kommen kann, wünsche ich Dir viel Erfolg.
    Kurt Kaiser

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