Otfried Culmann im Herrenhof Mußbach (DE)

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Seit Jahren ist Culmann dem Publikum des HERRENHOF Neustadt-Mußbach (DE) als Organisator der internationalen Ausstellung „art-imaginär – phantastische und visionäre Kunst“ bekannt, die den HERRENHOF zu einem viel beachteten Zentrum der Phantastischen Kunst gemacht hat.

In diesem Jahr präsentiert der HERRENHOF anlässlich Culmanns 70. Geburtstag eine umfangreiche Ausstellung seines Schaffens, die einen Überblick über die Vielschichtigkeit seines Werkes gibt: „Otfried H. Culmann und die phantastische Stadt Otriculi“.

Während seines Kunststudiums stellte er schon recht früh fest, dass ihn nichts mehr interessierte, wie diejenigen Künstler, die ihre Träume und Visionen in ihren Bildern festhielten, und er begann ebenfalls, seine eigenen Visionen auf Papier, Maltafel und Leinwand zu bringen oder als Geschichten nieder zu schreiben.

Nach einem Grafikstudium an der Meisterschule in Kaiserslautern bei Prof. Helmut Göring, ging er nach München, an die Akademie der Bildenden Künste, zu dem surrealistischen Maler Prof. Mac Zimmermann, um sich dort verschiedene Techniken anzueignen.

Nach einem Intermezzo an der Akademie in Stuttgart kehrte er 1973 wieder nach München zu Mac Zimmermann zurück, dessen Meisterschüler er 1974 wurde. 1975 schloss er sein Studium in München mit dem Diplom ab. Nach einem Stipendium in der Villa Massimo in Rom, 1977, zog er wieder in die Südpfalz, wo er in einem ehemaligen Pfarrhaus, seinem Geburtshaus, ein Zentrum seiner Kunst errichtete, das in den letzten Jahren besonders durch seinen TRAUMGARTEN große Beachtung gefunden hat.

Seit vielen Jahren führt sein Weg immer wieder nach Italien, dessen klassische Architektur, seine Mythen und seine Landschaft Culmanns  Werk stark beeinflussten. Immer wieder sind es klassische Villen, labyrinthisch – manieristische Parkanlagen, Ruinenfelder mit fremden Gestalten, die auf seinen Bildern zu sehen sind.

Das „Phantastische“ der Südpfalz und des Elsass findet sich einer anderen Werkgruppe, wobei Culmann vorallem die Rückseite der alten Häuser, Scheunen und Schuppen interessieren, die durch ihre zufällige Konstellation der Unordnung eine eigene Poesie besitzt.

Nördlich von Rom besichtigte er 1995 die Ruinen der antiken Stadt Otricoli, deren grandiose Bauwerke damals zwischen Weinbergen, Getreide-, und Kartoffelfeldern, sowie Gebüsch verborgen lagen.
Im Namen der Stadt entdeckte Culmann Elemente seines Vor- und Zunamens, aus denen er dann „Otriculi“ schuf.  In seiner Phantasie entstand eine imaginäre Stadt. In seiner aktuellen Werkgruppe beschäftigt er  sich mit dieser imaginären Stadt und ihren bizarren Bauwerken und Parkanlagen. Es ist eine fröhlich, farbige Kulissenstadt , die sich mehr zum Betrachten eignet als zum Wohnen.

Vernissage: 22. September 2019, 11.15 Uhr
Ausstellungsdauer: 22. September bis 13. Oktober 2019
Öffnungszeiten: Sa 14.00 – 18.00, Sonn- und Feiertag 11.00 – 18.00, Mi 18.00 – 20.00 Uhr

Text: der Webseite des Herrenhof Neustadt-Mußbach entnommen; Abbildung: © Otfried Culmann

Ein Gedanke zu „Otfried Culmann im Herrenhof Mußbach (DE)

  • 27.09.2019 um 12:55
    Permalink

    Wir waren am So. bei der Eröffnung.
    Es ist eine sehr schöne sehenswerte Ausstellung, mit positiver und wirklich fantastischer Ausstrahlung. Wunderbar, sehr individuell. Die Reise in Otfried Culmanns farbige Welt war ein besonderes Erlebnis.

    Andreas N. Franz

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