Pha(n)tamorgana im Bayrischen Wald

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Die zweite Ausstellung der PhanArt 2011 in Viechtach (D) wurde vergangenen Freitag eröffnet und war mit mehreren hundert Gästen so gut besucht, dass sogar die erfolgsverwöhnten Veranstalter ein klein wenig überrascht waren.
Wer schon einmal eine Vernissage in Viechtach besucht hat, wird sich über den großen Zustrom allerdings kaum wundern, denn das Team rund um Bürgermeister Georg Bruckner weiß, wie man kunstliebende Gäste verwöhnt. Die tolle Atmosphäre lockt jährlich zahlreiche Kunstfreunde und Künstler an und so haben sich die Ausstellungen in dem bayrischen Städtchen auch längst als fixe Treffpunkte der Phantastenszene etabliert.
Georg Bruckner begrüßte die Besucher im bis zum letzten Platz gefüllten Hauptraum, bedankte sich bei allen Helfern und den Leihgebern vieler Werke und reichte das Mikrofon danach an den Kulturreferenten des Landkreises Passau, Dr. Wilfried Hartleb, weiter.
Dieser versuchte in seiner Laudatio die Verbindung zwischen zeitgenössischer und phantastischer Kunst herzustellen, was aber leider nur teilweise glückte. Der ausführliche Einblick in die Kunstgeschichte und in die Ausstellungstätigkeit seines Landkreises ließ einen Bezug zur „Phantamorgana“ und den ausstellenden Künstlern großteils vermissen.
Im Anschluss wurde Reinhard Schmid (D) von Georg Bruckner mit der Ehre überrascht, die Kollegen vorstellen zu dürfen bevor die Ausstellung für eröffnet erklärt wurde und die Besucher von Raum zu Raum gingen und die Werke von Reinhard Schmid, Michael Maschka (D), Viktor Safonkin (CZ) und Ernst Fuchs (A) aus der Nähe zu betrachten.
Viele Kunstfreunde nutzten die Gelegenheit um sich den Katalog signieren zu lassen oder mit den Künstlern über ihre Arbeiten zu sprechen. Ernst Fuchs konnte zwar leider nicht persönlich anwesend sein, wurde aber durch seine langjährige Begleiterin Dr. Cornelia Mensdorff-Pouilly aus Wien würdig vertreten.
Das phantastische Event fand einen stimmungsvollen abendlichen Ausklang im Kapellenraum im „Gewölbe der Geheimnisse“ bei ausgezeichneter Bewirtung durch das Team der Isis-Bar. Bis spät in die Nacht hinein dauerte das gemütliche Beisammensein, das am Samstag Morgen beim Künstlerfrühstück im Garten der Isis-Bar seine Fortsetzung fand. Ein großes Lob an dieser Stelle auch an Karin Schmid und ihr Team, die trotz Stress und Schlafmangel nie auf die persönliche Note vergessen und die Gäste mit einer Herzlichkeit willkommen heißen, die heutzutage nur noch selten zu finden ist.
Die Stadt Viechtach hat die große Herausforderung, die hohe Qualität ihrer Ausstellungen zu halten, mit „Phantamorgana“ hervorragend gemeistert und ihren Gästen nicht zuletzt mit den Exponaten von Ernst Fuchs, dem Mitbegründer der „Wiener Schule“, ein weiteres Highlight geboten. Wir dürfen also gespannt sein, was uns im kommenden Jahr in Viechtach erwarten wird!

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