Phantastenmuseum Wien: Aus Figaro wird Brauer

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Vor fast zwei Jahren sind auch die bildenden Künste in das Palais Pálffy in Wien (A) eingezogen. Mit dem Internationalen Phantastenmuseum bekam die Wiener Schule des Phantastischen Realismus erstmals eine gemeinsame Plattform, ein zu Hause.

Kein Wunder also, dass österreichische aber auch internationale Maler gerne im Phantastenmuseum ausstellen: Ernst Fuchs, Wolfgang Hutter, Anton Lehmden und Angerer der Ältere, um nur einige zu nennen. Die 150 Werke umfassende Dauerausstellung präsentiert einen spektakulären Querschnitt der Werke der Phantastischen Realisten.

Einem der bekanntesten Vertreter der Wiener Schule, Arik Brauer, wird nun ein eigener Raum gewidmet. In zehn eigens für den Figarosaal gestalteten Bildern lässt Universalkünstler Brauer das Publikum tief ein eine Welt voller bestechender Ursprünglichkeit eintauchen. Es ist die Dissonanz, die den neu gestalteten Figarosaal einzigartig macht: Bilder voller Wärme und Authentizität werden vom üppigen Barocksaal umhüllt. Brauers Gestaltung des Saales zwingt den Betrachter geradezu, sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren: Überfluss und Pomp werden angesichts Brauers nahezu unbeschwerter Menschlichkeit als unnötiges Beiwerk entlarvt.

Am 20. Oktober wird der neu gestaltete Figarosaal eröffnet. Der einst durch Mozart geadelte Saal bekommt mit seiner neuen Aufgabe auch einen neuen Namen: er wird in Arik Brauer Saal unbenannt.

Eröffnung: 20. Oktober 2012, 11:00 Uhr (für Inhaber der Förderkarte und geladene Gäste), freie Besichtigung ab 14:00 Uhr
Öffnungszeiten Museum: täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr


Foto: © Nikolaus Neureiter, Text: Mag. Doris Neureiter 

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