Vernissage „Dalis Erben“

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Die von Peter Proksch (A) kuratierte Ausstellung der Künstlergruppe „Dalis Erben“ im Phantastenmuseum Wien (A) war aus mehreren Gründen außergewöhnlich.
Finden Vernissagen im Phantastenmuseum üblicherweise am Samstag als Matinee statt, so war für diese der Freitag Abend gewählt worden. Vielleicht lag es daran, oder an der zu erwartenden hohen Qualität der Exponate, oder auch an mehreren Umständen gleichzeitig – worüber jedoch kein Zweifel besteht ist die Tatsache, dass diese Eröffnung eine der am besten besuchten bisher war. Der Galerieraum im Erdgeschoss des Palais Palffy war zum Bersten gefüllt, sogar im Foyer standen noch Gäste, die von draußen den Eröffnungsreden beiwohnten.
Erich Peischl, Direktor des Phantastenmuseums, begrüßte die zahlreichen Besucher und gab das Wort danach an Gerhard Habarta, Initiator und Kurator des Museums, weiter. Im Anschluss an dessen Rede unterbrach Erich Peischl überraschend den Ablauf und verkündete, dass Gerhard Habarta auf Anregung des Phantastenmuseums der Professorentitel für seine Verdienste um die Kunst verliehen wurde. Die Phantastenfamilie applaudierte ausgelassen und freute sich über die verdiente Würdigung. Auch auf diesem Weg gratulieren wir dem frischgebackenen Professor nochmals aufs Allerherzlichste und bedanken uns für seinen unermüdlichen Einsatz für die phantastische Kunst.
Nach dieser erfreulichen Unterbrechung begrüßte auch Peter Proksch die Anwesenden, für die abschließende Vorstellung der Künstler war Karl Blecha gekommen. Dieser stellte nach einem enthusiastischen Rückblick auf die Entstehungsgeschichte der Wiener Phantasten jeden Künstler persönlich vor und brachte den Gästen dessen Werdegang und Werk näher. In Vertretung für den 2005 verstorbenen Kurt Regschek (A) wurde dessen Frau Lisl Regschek zu den Künstlern nach vorne gebeten.
Außergewöhnlich an dieser Ausstellung sind natürlich auch die gezeigten Gemälde: Realistische Darstellungen von höchster Qualität, unterschiedlich, aber mit einer wichtigen Gemeinsamkeit: Jeder der Künstler arbeitet in seinem ganz persönlichen Stil, den er entwickelt und bis heute konsequent verfolgt hat ohne sich von modernen Strömungen und Mainstream-Kunstmachern beinflussen zu lassen. Die anwesenden Künstler Angerer der Ältere (D), Dragan Iljic Di Vogo (SRB), Michel Barthélemy (B), Monica Fagan (GB), Michael Maschka(D) und Peter Proksch (A) sowie Lisl Regschek gaben im Anschluss Interessierten bereitwillig Antworten auf ihre Fragen zu den ausgestellten Werken.
Die unbedingt sehenswerte Ausstellung ist noch bis zum 29. Juli 2012 geöffnet – ein Pflichttermin für Freunde der phantastischen Kunst!

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