Wien hat endlich ein Phantastenmuseum

Download PDF

Voll Spannung hat die phantastische Gemeinde darauf gewartetPhantastenmuseum – am Samstag war es endlich soweit: Das Phantastenmuseum Wien hat unter Beisein von viel Prominenz eröffnet. Zahlreiche Künstler aus dem In- und Ausland waren gekommen, um dem historischen Moment beizuwohnen, „alte Hasen“ genauso wie die nächste Generation und Vertreter der jüngsten Gruppierungen der phantastischen Kunst. Auch viele Kunstliebhaber ließen sich das Ereignis nicht entgehen. Der Figaro-Saal im Palais Palffy war in Erwartung der Eröffnungsansprachen zum Bersten voll, Kurator Gerhard Habarta bot den vor der Tür Wartenden sogar Steh- und Sitzplätze am Podium an.

Die Eröffnung fand aber bereits vor den Festreden ihren Anfang, nämlich als gegenüber dem Palais am Josefsplatz die legendäre Straßenbahner-Musikkapelle der Wiener Linien aufspielte. Erfreulicher Weise meinte es das Wetter mit den Musikern und den Gästen an diesem Samstag gut, denn das Spektakel fand bei strahlendem Sonnenschein statt.
Ernst Fuchs, Arik BrauerDanach wurde der berühmte Figaro-Saal zum Schauplatz als der Reihe nach die Festredner das Wort ergriffen. Den Anfang machte der Präsident des Österreichischen Kulturzentrums seit 1958, Mag. Piero Banchero, gefolgt von Geschäftsführer Erich Peischl. Beide hielten sich kurz und sprachen allen Mitwirkenden, Freunden und Sponsoren ihren Dank für die Unterstützung aus, ohne die das Phantastenmuseum nicht in so kurzer Zeit hätte aufgebaut werden können. Erwartungsgemäß länger fiel die Rede von Gerhard Habarta aus, die aber kurzweilig, informativ und wie gewohnt mit einer Prise Humor gewürzt war. Mit den Worten „Ich bin da, um einiges über die Verräter an der modernen Kunst zu enthüllen. Und die sind unter Ihnen.“ begann eine Zeitreise durch die Geschichte der phantastischen Kunst, die erklärte, weshalb diese Kunstrichtung von den Medien in der Öffentlichkeit diskreditiert und ignoriert wurde und bis heute noch wird. Für Interessierte gibt es die gesamte Rede von Gerhard Habarta hier als Pdf zum Download.

Verleihung des Goldenen Planetarier, De Es, Gerhard HabartaNach Beendigung seiner Ansprache wurde Gerhard Habarta überraschend vom Wiener Künstler De Es mit dem „Goldenen Planetarier“ für seine Verdienste zur Förderung der phantastischen Kunst im In- und Ausland geehrt. Im Anschluss posierten Künstler und Organisatoren für ein Gruppenfoto, danach begaben sich die gespannten Besucher in die Museums-Galerie, wo ES-Bilder von Gotthard Fellerer gezeigt wurden und in den zweiten Stock zur erstmaligen Besichtigung des Phantastenmuseums (Beschreibung der Räumlichkeiten im Artikel zur Ankündigung der Museumseröffnung).

Das Phantastenmuseum kann auf einen spannenden Tag und eine gelungene Eröffnung zurückblicken, die beim familiären Abendessen im „kleinen Kreis“ ihre Fortsetzung fand und erst spät abends endete. Bleibt zu hoffen, dass das Museum von vielen Menschen besucht wird und dazu beiträgt, der phantastischen Kunst in der Öffentlichkeit zu mehr Präsenz und Anerkennung zu verhelfen – Zeit wär´s.

Fotos: Sigrid Nepelius



5 Gedanken zu „Wien hat endlich ein Phantastenmuseum

  • 26.01.2011 um 16:29
    Permalink

    Und……………wann werden die phantastischen Künstler geehrt?

  • 21.01.2011 um 18:52
    Permalink

    Ich habe einen Verweis zum Museum auf der Link-Seite eingefügt. Liebe Grüße!

  • 21.01.2011 um 18:32
    Permalink

    Eine grossartige Aktion! Eindlich.
    Ich befehle Gérard Di-Maccio an (www.di-maccio.com) und auch Dominique Bajard (www.bajard-coupey.com) neben viele anderen.
    Bitte, besuche auch mal: http://www.johfra.nl. Ist est möglich hierauf zu verweisen?
    Gerrit Luidinga

  • 20.01.2011 um 13:59
    Permalink

    ich verfolge von Thailand aus die „phantastischen“ Aktivitäten in Wien und freue mich sehr, dass es Herrn
    Habarta gelungen ist dieses Phantastische Museum ins Leben zu rufen. Es ist ein Signal dafür, dass in einer
    Zeit des Pluralismus verschiedene Kunstrichtungen gleichwertig nebeneinander existieren können.
    Hanno Karlhuber (Kurator, Schloss Riegersburg)

  • 18.01.2011 um 20:37
    Permalink

    Es war 1 einmaliger phantastischen Erfolg!!! Alles was Namen und Rang in der Phantastischen Szene hat war präsent…ausser einige wenige die zu weit zum reisen hatten…oder krank waren. …Und was für tolle Werke!!!! Das nette war, daß auch viele promi Künstler die in einer anderen Richtung malen auch die Eröffnung mitgefeiert haben!!
    C´était très réussi!! Meine allerbesten Komplimente an den Organisatoren!
    Francesca Gräfin Pilati
    Logistische Kuratorin der Phantastischen Sonderausstellungen auf Barockschloß Riegersburg (NÖ)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.