Wolfgang Hutter verstorben

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© Wolfgang HutterDie Phantastengemeinde trauert um einen ihrer ganz Großen. Der Wiener Maler und Grafiker Wolfgang Hutter (13. Dez. 1928) ist am 26. September 2014 verstorben.

Hutter war Gründungsmitglied des Art-Club und einer der Hauptvertreter der berühmten Wiener Schule des Phantastischen Realismus.
Seine märchenhaften Arbeiten sind bis ins kleinste Detail ausgearbeitet und von sensibler Handschrift. Zu Hutters Werken gehören auch Gobelins und Mosaike wie der Mosaikboden im Theater an der Wien.

Drei Jahrzehnte lang war Wolfgang Hutter als Professor an der Wiener Universität für angewandte Kunst tätig. 1977 erhielt er den Preis der Stadt Wien für Bildende Kunst, 2011 wurde er mit dem Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien geehrt.

Bleibt zu hoffen, dass der Tod von Wolfgang Hutter in den öffentlichen Medien nicht weiter ignoriert wird. Einem so großen und auch international wichtigen österreichischen Künstler und seiner Familie sollte auf jeden Fall die letzte Würdigung in Form eines ehrenden Nachrufs zuerkannt werden.

Herzlichen Dank an Gerhard Habarta, ohne dessen traurige Nachricht vom Tod Wolfgang Hutters auch dieser kleine Nachruf nicht existieren würde.

Abbildung: © Wolfgang Hutter, Mosaik „Pflanzen und Gestirne“, von Wikipedia entnommen

 

5 Gedanken zu „Wolfgang Hutter verstorben

  • 28.10.2014 um 09:40
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    Ich denke an einen der großen Künstler seiner Heimat Österreich

    Es war zu Beginn der 70er Jahre, als ich für meine Sammlung von Zeichnungen auf das Format der Postkarte die Protagonisten der „Wiener Schule des phantastischen Realismus“ um eine Zeichnung bat. Wolfgang Hutter war damals der Einzige der spontan meine Bitte erfüllte.

    Auch als Jahre später meine Sammlung durch kleine Objektboxen ihr heutiges markantes Profil erhielt, war es wiederum Wolfgang Hutter, der mir eine solche Box in phantastischer Manier bemalte. Ich werde ihm das nie vergessen.

    Es hat mich sehr traurig gemacht, dass dieser Künstler nicht mehr unter uns sein darf und er wird durch seine beiden Arbeiten in meiner Gedankenwelt für immer einen Platz finden.

    Ich war doch sehr enttäuscht, dass man einen der großen Künstler seines Heimatlandes Österreich im Nachhinein nicht mehr Aufmerksamkeit entgegenbrachte. Dank an Prof. Gerhard Habarta, dem unermüdlichen Verfechter der phantastischen Kunst, für seine Worte zum Gedenken an Wolfgang Hutter.

    Günter Westermann

    PHANTASTIK IN DER BOX – SAMMLUNG WESTERMANN

  • 23.10.2014 um 20:07
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    This is probably the fate of many artists! Stephen Farthing, himself a painter, Professor of History of Art, his paintings are exhibited in galleries around the world, especially in UK, Japan and South America has brought in his book „1001 paintings“ not a single work of the Vienna School of Fantastic Realism. Therefore, not even in the glossary. This is very very sad, that’s not OK !! The painter of this art are one big family all over the world !!

  • 19.10.2014 um 21:39
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    Endlich veröffentlicht im Standard:
    http://derstandard.at/2000007013670/Maler-Wolfgang-Hutter-gestorben
    was sehr störend ist sind die vielen negativen Bemerkungen über ihn und die Kunst der Wiener Schule in den Kommentaren beim Standard. Es hat mich sehr aufgeregt. Ich hoffe, mein eigenes Kommentar in Antwort auf eines von Prof. Habarta wird bald zu sehen sein (oder auch nicht – schließlich nannte ich die Gegenwartskunst eine Verarschung) – es wird derzeit moderiert.
    Habarta schrieb:
    Hutter war ein Großer
    Wolfgang Hutter hatte wohl recht, dass sein Tod unbekannt blieb, wenn ich das entwürdigende Geschwafel mancher Wappler lese.
    Hutter war ein großer Künstler, der konsequent sein langes Leben lang arbeitete.
    Die Phantasten sind Maler von Weltgeltung in einer weltweit verbreiteten Kunstrichtung die widerständig gegen jeden Totalitarismus ist.
    Mehr Respekt vor den lebenden und in diesem Fall auch toten Künstlern.
    Prof. Habarta

  • 18.10.2014 um 09:52
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    This is very sad -another Icon of the Fantastic Realists is gone. This would have gone largely unnoticed (what a shame, actually) were it not for Sigrid Nepelius posting. A quick websearch reveals that there is nothing at all, other than this article on Phantastisch. The papers didn’t notice, and neither the english nor the german wikipedia articles had been updated.
    I had already translated this into english and will spread it through my social media connections!

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